„Harburg – Iran“ 
Jendrik Helle
Ausstellung von 2.5. – 23.5.26
Die Ausstellung zeigt Arbeiten des Künstlers Jendrik Helle, die sich mit unserem Umgang mit elektronischen Medien beschäftigen. Dieses Thema prägt sein Werk seit mehr als 25 Jahren. Bereits während seiner Schulzeit in Harburg begann er, sich künstlerisch mit der Wirkung medialer Bilder auseinanderzusetzen.
In Performances, Videos und vor allem in seinen Zeichnungen stellt Helle immer wieder die zunehmend drängende Frage: Wie verhalten wir uns zu den Bildern, die täglich über Bildschirme auf uns einwirken?
Ein Schwerpunkt der Ausstellung sind Arbeiten auf Papier. Viele davon entstehen als Monotypien im Aceton-Transferverfahren: Digitale Bilder werden manuell auf das Papier abgedruckt und anschließend mit rätselhaften, lasierenden Zeichen in Aquarellfarbe überzeichnet.
In den letzten Monaten hat sich der Künstler besonders mit unserer Haltung gegenüber den schockierenden Nachrichtenbildern aus dem Iran beschäftigt. Die über die Fotografien getöteter Demonstranten gelegten Schriftzeichen verweisen auf unterschiedliche Reaktionen – Ablehnung, Verdrängung oder Anteilnahme – und machen sichtbar, wie wir emotional und innerlich auf diese elektronischen Bilder reagieren.

http://www.jendrikhelle.de/

Jendrik Helle
1977 Geboren in Hamburg
1998 Kunststudium in Karlsruhe bei G. Kluge
2000 Bühnenbildstudium an der HFG Karlsruhe
2001 1.Preis der Körber Studienstiftung für das Projekt „Corpus Selecti“
2003 Theaterprojekte in Hamburg, Thalia-Theater in der Gaußstrasse
2005 Diplom in freier Kunst, HfBK Hamburg
2006 Atelier im SKAM an der Reeperbahn
2007 Abschluss des Lehrerstudiums, Theologie und Bildende Kunst