Stroh zu Gold
Zeichnungen von Irmgard Gottschlich

Ausstellungseröffnung: 16.August 2019, 19 Uhr

Ausstellungsdauer: 16.8.- 30.8.19

Für I.G ist das Zeichnen von Beginn ihrer künstlerischen Tätigkeit an die Sprache, mit der sie sich am unmittelbarsten ausdrücken kann. Anfangs klassisch auf Papier wurden später andere Materialien zu Trägern der Zeichnung, wie z.B. große Tücher und Matratzen. Die Zeichnungen auf Papier, gerahmt und ungerahmt wurden Teile von größeren Rauminstallationen.
In der Galerie „Alles wird schön“ sind Farbstiftzeichnungen mit freien figurativen Formen zu sehen, die ganz klassisch gerahmt an die Wand gehängt werden. Thematisch geht es um das Verhältnis Mensch -Tier/Natur, oft im Zusammenhang mit Märchen und Mythen oder den sogen. stummen Zeugen der Archäologie. In der Nähe der ecriture automatique angesiedelt, ist für I.G. das Zeichnen ein intuitives automatisches Hinschreiben, das im laufenden Prozess langsam eine Art Erkennen dessen ermöglicht, was vorher unbekannt war. „Auch der tätige Künstler selbst erfährt neue Werte“ ( Willy Baumeister in „das Unbekannte in der Kunst).
Umgekehrt kann sich auch im Betrachtungsvorgang durch den Rezipienten eine derartige Erfahrung einstellen. So können die abgebildenten Figuren durch ihre Interaktion mit anderen für das allgemeine Bewusst sein nicht zusammengehörenden Dingen eine über sie hinausgehende Erweiterung anbieten..
Neben Arbeiten auf Papier sind auch zwei große mit Farbstift bezeichnete Tücher zu sehen. Auch hier geht es um ein fast automatisches An- und Übereinander – Zeichnen von Pflanze- Tier- Mensch- Formen.
Auf einer Art Labor-Tisch werden Skizzen, Überarbeitungen, Texte zu den verschiedensten thematischen Überlegungen und dem prozesshaften Suchen nach möglichen Lösungsansätzen zu sehen sein.
Der Titel der Ausstellung STROH ZU GOLD in Anlehnung an das Märchen „Rumpelstilzchen“,weist hin auf Gottschlichs Grundkonzept künstlerischen Handelns hin, das Positive zu betonen und nicht das Negative zu illustrieren.

Zur Eröffnung am 16.August 2019, 19 Uhr spricht Henry Brinker, Kulturmanager